Weitere Änderungen im Einwanderungsgesetz + neue Anforderungen für aktive gebietsansässige Aktionäre

Aktive Investoren müssen ab jetzt 15.000 EUR Kaution hinterlegen

Nach unserem letzten Artikel über mögliche Änderungen des Einwanderungsgesetzes im Oktober  gibt es eine abschließende Abstimmung über mögliche Änderungen des Wohnsitzes für aktive Aktionäre / Gesellschafter (autonomos / compte propi).

Wie bereits berichtet, wird sich diese Änderung auf alle zukünftigen aktiven Einwanderer auswirken, die durch ihre Firmengründung einen Wohnsitz in Andorra beantragen oder aktiv als Geschäftsführer oder Vorstandsmitglied arbeiten. Folgende Änderungen wurden bestätigt:

  • Sie müssen mit mehr als 20% an der Firma beteiligt sein und nicht wie aktuell 10%
  • Sie müssen eine Sicherheit / Kaution in Höhe von 15.000 EUR bei der Regierung / der Finanzbehörde der INAF hinterlegen
  • Sie müssen 183 Tage in Andorra verbringen

Bisher war keine Einzahlung erforderlich, aber ab sofort wird eine Kaution von 15.000 EUR benötigt. Diese Kaution ähnelt der 50.000 EUR Kaution, die passive Bewohner hinterlegen müssen.

Anscheinend versucht die Regierung, den Zustrom von sogenannten „Autonomos“ zu beschränken, die das Land nach wenig oder keiner wirtschaftlichen Aktivität mit möglichen Schulden verlassen. Die Kaution kann zur Begleichung von Schulden bei der Regierung und der Sozialversicherung (CASS) verwendet werden und wird nur dann an die Person zurückerstattet, wenn der Wohnsitz aufgegeben wurde und alle ausstehenden Schulden beglichen sind.

Die derzeitigen aktiven gebietsansässigen Aktionäre / Gesellschafter pro „compte propi“ scheinen davon nicht betroffen zu sein.

Die Frage bleibt, ob dies dazu beitragen wird, „attraktivere Selbstständige“ anzulocken oder ob es sich insgesamt negativ auf junge Talente und Unternehmer auswirkt, die nicht über ausreichende „Liquidität“ verfügen, um die veranschlagten Kosten in Höhe von schätzungsweise 6.000 EUR zu decken. Mit diesem Betrag kann eine natürliche Person zwischen Anwälten, Steuerberatern, Notaren, Gemeinde- und Verwaltungsgebühren rechnen. Hinzu kommt die neu eingeführte Kaution von 15.000 EUR, bevor Sie überhaupt eine Investition ins eigene Unternehmen in Erwägung ziehen können. Andorra ist begierig darauf, Talente anzuziehen, hofft aber auch auf „mehr Qualität“ als auf Quantität…. Es bleibt abzuwarten.

Wir geben Ihnen gerne Informationen und beraten Sie, wie sich die neuen Gesetze auf Ihr zukünftiges Residenzprojekt oder Ihre aktuelle Situation auswirken können.  Klicken Sie hier, um mit uns Kontakt aufzunehmen.