Andorra und Österreich unterzeichnen Doppelbesteuerungsabkommen zur Stärkung der Rechtssicherheit

Das Fürstentum Andorra und die Republik Österreich haben kürzlich ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von Einkommen und Vermögen unterzeichnet. Dieses stellt einen weiteren Schritt zur Stärkung der wirtschaftlichen und steuerlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern dar. Die Unterzeichnung fand in Wien während des offiziellen Besuchs des andorranischen Regierungschefs Xavier Espot statt, der von einer institutionellen Delegation begleitet wurde.

Das Treffen zwischen Xavier Espot und dem österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker hat dazu beigetragen, die bilateralen Beziehungen zu stärken und neue Wege der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu eröffnen.

Ziel des Abkommens ist es in erster Linie zu verhindern, dass natürliche und juristische Personen mit wirtschaftlichen Interessen in beiden Staaten auf dieselben Einkünfte oder Vermögenswerte doppelt besteuert werden. Zudem enthält es Mechanismen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Steuervermeidung im Einklang mit den internationalen Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Nach Angaben der Regierung Andorras wird das Abkommen zur Verbesserung der Rechtssicherheit für Unternehmen und Investoren beitragen und die wirtschaftlichen und kommerziellen Beziehungen zwischen beiden Ländern erleichtern. Darüber hinaus wird es einen besser vorhersehbaren steuerlichen Rahmen für grenzüberschreitende Aktivitäten schaffen und mögliche Auslegungs- und Steuerkonflikte reduzieren.

Die Unterzeichnung dieses Abkommens ist Teil der Strategie Andorras, sein Netzwerk internationaler Steuerabkommen auszubauen. In den letzten Jahren hat das Fürstentum die Aushandlung und Unterzeichnung von Doppelbesteuerungsabkommen mit zahlreichen europäischen und anderen Ländern vorangetrieben und damit seine Integration in internationale Standards der Transparenz und steuerlichen Zusammenarbeit gefestigt.

Das Abkommen mit Österreich muss nun die internen Ratifizierungsverfahren in beiden Ländern durchlaufen, bevor es in Kraft treten kann. Nach Abschluss dieses Prozesses werden seine Bestimmungen gemäß den im Abkommen festgelegten Fristen angewendet.

Für die offizielle vom andorranischen Regierung veröffentlichte Information zu dieser Vereinbarung kann die institutionelle Mitteilung der Regierung von Andorra eingesehen werden: Andorra und Österreich stärken die bilaterale Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, sowie die Informationen zu den Doppelbesteuerungsabkommen Andorras.