- 22. Juni 2026
- Posted by: andorrasolutions
- Categories: Convenio doble imposición, Doppelbesteuerungsabkommen
Andorra und Bulgarien haben ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) unterzeichnet, das darauf abzielt, die steuerliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu stärken und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu erleichtern. Dies teilte die andorranische Regierung in einer Pressemitteilung vom 19. Juni 2026 mit.
Die Unterzeichnung fand in der bulgarischen Stadt Varna statt und wurde vom andorranischen Finanzminister Ramon Lladós und seinem bulgarischen Amtskollegen Galab Donev vollzogen. Das Abkommen ist das Ergebnis mehrjähriger Kontakte zwischen den Behörden beider Staaten und der im Laufe des Jahres 2026 geführten Fachverhandlungen.
Ziel des Abkommens ist es, zu verhindern, dass ein und dasselbe Einkommen in beiden Ländern gleichzeitig besteuert wird, indem Mechanismen zur Beseitigung von Doppelbesteuerung festgelegt werden. Darüber hinaus enthält es Maßnahmen zur Verhinderung von Steuerhinterziehung und zur Schaffung größerer Rechtssicherheit für Privatpersonen und Unternehmen, die in beiden Ländern wirtschaftlich tätig sind.
Mit dieser Unterzeichnung erweitert Andorra sein Netzwerk internationaler Steuerabkommen – ein Instrument, das das Fürstentum in den letzten Jahren vorangetrieben hat, um den wirtschaftlichen Austausch zu erleichtern und die Handelsbeziehungen zu anderen Ländern zu stärken.
Die Unterzeichnung des Abkommens erfolgte im Rahmen der jährlichen Sitzung der Regionalgruppe des Internationalen Währungsfonds (IWF), die ebenfalls in Varna stattfand. Während des Treffens wurden Fragen im Zusammenhang mit der makroökonomischen und finanziellen Widerstandsfähigkeit, den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Produktivität und den öffentlichen Sektor sowie der Integration der Länder in europäische und globale Wertschöpfungsketten erörtert.
Das Abkommen muss nun die entsprechenden Ratifizierungsverfahren durchlaufen, bevor es in beiden Ländern in Kraft treten kann.